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Hochbegabung und das Recht auf Bildung

Shownotes

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Das Karg Fachportal Hochbegabung bietet fachlich fundierte, umfangreiche Informationen zur Begabungs- und Begabtenförderung in Kita, Schule und in pädagogisch-psychologischen Beratungskontexten. Wir befassen uns mit dem Thema Hochbegabung aus unterschiedlichen Perspektiven – und im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. Zusätzlich gibt es umfangreiche Datenbanken mit IQ-Test-Rezensionen sowie Beratungsstellen. Karg Fachportal Hochbegabung www.fachportal-hochbegabung.de

Das digitale Karg Magazin erscheint ein- bis zweimal im Jahr und setzt in jeder Ausgabe unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit hohen Begabungen. Neben theoretischen Texten sind hier – digital und kostenlos – auch sehr lebensnahe und fachpraktische Anregungen und Anleitungen zu finden, die Fachkräfte in ihrem beruflichen Alltag gut einsetzen können. Karg Magazin www.karg-magazin.de

Weitere Informationen und zur Initiative BildungsgeRECHTigkeit und zum Recht auf Bildung finden Sie hier: Initiative BildungsgeRECHTigkeit www.bildungsgerechtigkeit.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Hochbegabung ist immer das Potenzial zu besonderer Leistungen.

00:00:03: Es ist noch nicht die Leistung selbst.

00:00:05: Jedes Kind hat ein Recht auf eine seiner Anlagen, seinen Begabungen in entsprechender Bildung.

00:00:26: Herzlich willkommen zu Karg Perspektiven – Bildung, Begabung, Potenziale, dem Podcast der Karg-Stiftung!

00:00:33: Hier sprechen wir einmal im Monat über Hochbegabungen und über die Frage, wie Bildung so gestaltet werden kann dass das Recht auf Bildung für alle Kinder- und Jugendlichen eingelöst wird.

00:00:44: Mein Name ist Mirko und ich bin Teil des Podcastteams der Karg-Stiftung und heute ihr Gastgeber hier bei Karg Perspektiven.

00:00:51: Zum Einstieg und Kennenlernen beschäftigen wir uns in unserer ersten Folge mit den Begriffen Hochbegebung und begabten Förderung – und mit der Frage welche Rolle das Recht Und dafür habe ich einen ausgewiesenen Experten an meiner Seite, Dr.

00:01:05: Ingmar Ahl, Vorstand der Karg-Stiftung.

00:01:07: Herzlich willkommen Ingmar und danke dass du dir Zeit für unser Gespräch genommen hast!

00:01:11: Vielen Dank Mirko.

00:01:12: Du bist Bildungshistoriker und seit neunzehn Jahren Vorstand der Karg-Stiftung,

00:01:16: was hat dich persönlich dazu gebracht dich mit Begabungsförderungen zu beschäftigen?

00:01:20: Der Ausgangspunkt meiner Biografie im Thema ist eigentlich das die Frage was der Mensch ist. Was er kann was er braucht um ein Leben in Gesellschaft zu führen, mich mein ganzes Leben bewegt.

00:01:33: Was ist Begabung und wie fördert man Begabung?

00:01:36: Hat mein Studium der Geistenschaften dann auch das Lehramtes an Gymnasien bestimmt.

00:01:41: Ich bin selbst Produkt der akademischen Begabenförderungen, habe in meiner Vita vielfältig von Stipendien profitiert Und ich hab meine ersten beruflichen Schritte bei jemandem gemacht, denen diese Frage was ist Begebung Wie kann man Begabungsreserven finden, Begabe und fördern?

00:01:58: umgetrieben hat?

00:01:59: Das war Ralf Darendorf.

00:02:01: Der damals Mitglied des britischen Oberhauses war für den ich als Referent gearbeitet habe.

00:02:06: Und der für mich einer der ganz wichtigen Bildungsreformen der jungen Bundesrepublik in den Sechziger- und Siebzigerjahren war.

00:02:14: Und Ralf Darndorff hat die Frage gestellt was ist Begabyung?

00:02:18: Wo sind Begarbungsreserver?

00:02:19: beziehungsweise wo gibt es eigentlich junge Menschen bei denen man Begabungen gar nicht vermutet.

00:02:25: Für ihn war das damals das katholische Mädchen vom Land, heute ist es für uns etwas anderes.

00:02:30: aber ihnen hat diese Frage umgetrieben wie ein Bildungssystem gerechter werden kann?

00:02:34: Wie wir Begarbungen angemessen fördern können damit sie selbst gelingendes Leben führen und vielleicht auch einen Beitrag zum Fortkommen unserer Gesellschaften leisten.

00:02:44: Das war die erste berufliche Station.

00:02:47: Die zweite beruflich station war die Zeitschriftung in Hamburg.

00:02:51: Dort habe ich mich mit Fragen der akademischen Begabtenförderung noch mal auseinandergesetzt.

00:02:55: 2007 rief die Karg-Stiftung an, mit der Frage ob ich nicht Lust hätte, mal zu klären wie man begabte Kinder und Jugendliche eigentlich im Kinder- und Jugendbereich finden und fördern kann.

00:03:09: Wie würdest du die Karg-Stiftung und ihre Arbeit in wenigen Sätzen beschreiben?

00:03:12: Jemandem, der von ihr noch nie zuvor gehört hat?

00:03:15: Die Karg-Stiftung ist Alleinerbin der kinderlosen Eheleute Karg.

00:03:19: Das waren die Eigentümer des Hertie-Warenhauskonzerns und sie haben ihr erhebliches Privatvermögen ihrer Stiftung, der Karg-Stiftung vermacht.

00:03:28: Die Karg-Stiftung kümmert sich satzungsgemäß um das hochbegabte Kind also um Kinder und Jugendliche mit einem hohen kognitiven Potenzial sportlich gesagt die schnell und schlau im Kopf sind und die wir alle Kinder und Jugendlichen ein Recht auf die Entfaltung ihrer Begabungen und einen gelingenden Bildungsgang haben.

00:03:47: Die Karg-Stiftung darf Quersatzungen, alles was dem Hochbegabtenkind nützt.

00:03:51: Wir finden dass wir uns vor allen Dingen um die verbesserte Findung und Förderung des Hochbergabten Kindes im Bildungssystem also in Kita Schule und Beratung kümmern müssen.

00:04:02: das heißt konkret wir versuchen das Thema im öffentlichen bildungspolitischen Diskurs zu setzen informieren über das hochbergabte kind und seine bildungsbedürfnisse Bildungspraxis Wissenschaft Politik und Medien die Akteure und Akteurinnen des Bildungssystems im Thema Begabtenförderung.

00:04:21: Und wir qualifizieren Angebote, Strukturen in früherer und schulischer Bildung sowie Beratungen im Umgang mit dem Hochbegabtenkind.

00:04:31: Wenn wir uns die letzten Jahre vor Augen führen welche Entwicklung oder Projekte haben aus deiner Sicht besonders viel bewirkt?

00:04:40: Ich glaube es ist letztendlich kein Einzelprojekt sondern die Summe kluger strategischer und taktischer Entscheidungen.

00:04:50: Und die wichtigste Taktik war, dass wir uns konsequent um die Kartierung also Erfassung des Themas Hochbegabung und die Übersetzung dieses Grundlagen aber eben auch Handlungswissens ins Bildungssystem bemüht haben.

00:05:05: das heißt Wir sind eigentlich Content Capacity Träger.

00:05:09: Das ist erstmal die Grundlage dafür, dass man kluge wirksame erfolgreiche Projekte überhaupt unternehmen kann.

00:05:18: Also man braucht einfach ganz viele Voraussetzungen um erfolgreich im Bildungssystem arbeiten zu können und das ist erstmal ganz viel nicht besonders anschaulicher Arbeit am Wissen.

00:05:30: Und über diesen Anspruch sind wir glaube ich der zentrale Player im Thema Hochbegabung im Bildungssystem für das Kind von Null bis Achtzehn geworden.

00:05:39: und eben auch zur Bildungsstiftung im folgeltigen Sinn, weil wir eben nicht nur Hochbegabungen im engeren Sinn, sondern auch Kita Schule und Beratung.

00:05:48: Also die Orte können müssen an denen die Förderung hoch begabter Kinder- und Jugendlicher gelingt.

00:05:54: nochmal vom Ende her geguckt was waren vielleicht Projekte die diesen Anspruch eingelöst diese Strategie der Stiftung letzten Endes getragen haben?

00:06:03: zum einen ganz wichtig dass wir qualitätvolle Medien vorlegen können, in denen das wichtige Wissen aufbereitet ist.

00:06:11: Aufbereitet für Kita-Schule und Beratungsalltag konkret die Kackfachmedien.

00:06:17: Dass wir uns zweitens um die Vernetzung und Netzwerkpflege von Pies im Bildungssystem bemühen.

00:06:24: und drittens dass wir sehr konkret die Entwicklung und Durchführung von systemischen und systematischen und damit eben nachhaltigen Angeboten und Strukturen zur Diagnostikberatung und Förderung für das hochbegabte Kind im Bildungssystem verantworten.

00:06:40: Das ist glaube ich ganz wichtig, dass man am Ende an der Entwicklung von Handlungspraxis bewährt wie der Content über den man verfügt tatsächlich auch wirksam werden kann und letzten Endes die Bildungs-Situation von Hochbegabenkindern im Bildungshalltag verändert und positiv gestaltet.

00:06:58: Kannst du kurz erklären was sind die Karg Fachmedien?

00:07:01: Das ist ein Oberbegriff für verschiedene klassische Analoge und digitale Medien die Wissen, Content-Empfehlungen für den Umgang mit dem hochbegabten Kind im Bildungsalltag bieten.

00:07:13: Das Karg Mag ein klassisches Infomagazin aber zum Beispiel auch das Karg Fachportal also die zentrale Content Repräsentanz zum Thema Hochbegabung im World Wide Web wo man das gesamte relevante Wissen rund um das Thema Hoch Begabung und den Umgangen mit hoch begabten Kindern in Kita Schule und Beratung finden können muss.

00:07:40: Hochbegabungen löst bei vielen erst mal Bewunderung aus, oft gefolgt von Verunsicherung.

00:07:46: Man denkt an überdurchschnittliche Intelligenz und herausragende Leistungen – und im nächsten Moment ein Kinder- und Jugendlicher, deren Potenzialen nur selten richtig gefördert werden und deshalb oft ungenutzt bleiben.

00:07:58: Wir wollen genauer hinschauen was steckt wirklich dahinter?

00:08:02: Welche Missverständnisse oder Klischees begegnen dir in Gesprächen oder in der Öffentlichkeit besonders häufig?

00:08:08: Es gibt total viele Vorbehalte, Klischees, Missverständnisse.

00:08:14: Dann kommt ganz oft Hochbegabung – das entfaltet sich doch von selbst.

00:08:19: Sonst wären sie doch nicht hochbegapt!

00:08:21: Das zweite Klischee-Hochbegapter haben keine Förderungen nötig.

00:08:25: Förderung haben die nötigen, die eben nicht hoch begabt sind.

00:08:29: Bei Hochbegappen löst sich das Problem von Selbst.

00:08:32: Das dritte Klischeesozialauffällig ziemlich anstrengend unverträglich.

00:08:38: Ein weiteres Klischee, Hochbegabung.

00:08:40: Das gibt es doch gar nicht!

00:08:42: Das ist doch alles eine Erfindung.

00:08:44: Wir sind doch bestenfalls das Produkt der Überambition oder des Exklusivitätsbedürfnisses ihrer Eltern.

00:08:50: Oder Hochbegarbungen, das ist doch ein Garant für ein gelingendes glückliches Leben.

00:08:54: Läuft auch alles super.

00:08:55: Förderung hochbegapter?

00:08:56: Das ist Eliteförderung... Das können wir nicht auch noch können im Bildungssystem.

00:09:01: Wir haben so viele Aufgaben.

00:09:02: die Hochbegaupten müssen selbst sehen wie sie zurechtkommen.

00:09:05: Das sind so klassische Klischees Die Vorbehalte, die Menschen, die übers Hochbegabte Kind reden wollen entgegentreten oder auch mentale Barrieren.

00:09:16: Die Menschen entgegen treten, die hochbegabe Kinder fördern wollen.

00:09:21: Müssten wir da nicht im Jahr für das Jahr ist schon längst abgeschlossen haben mit der Stereotypisierung und den Klischees von Hochbe gabung?

00:09:31: Das ist der Anspruch zur Karg-Stiftung.

00:09:34: Wirksame Beiträge dazu zu leisten dass sich das Bild Das Hochbegabte Menschen in der Öffentlichkeit ändert und die Bedürfnisse hoch begabt haben, bekannt.

00:09:44: Und mindestens im Bildungssystem berücksichtigt und angemessen bearbeitet werden können.

00:09:49: Hochbergabte Kinder- und Jugendliche sind ganz normale Menschen.

00:09:52: Sie sind auf einen Merkmal vielleicht besonders ihr Hirn arbeitet ziemlich schnell.

00:09:56: Und das macht sie vielleicht spezifisch und besonders.

00:10:01: aber wie gesagt, sie haben die gleichen Lebensbedürfnisse wie alle Kinder und Jugendlichen.

00:10:08: wie alle Kinder und Jugendlichen, sind uns in besonderer Weise als Mitmensch nah.

00:10:13: Das verpflichtet uns zugleich auch um ihre Bildungsbedürfnisse und ihr Bildungspotenzial zu

00:10:20: kümmern.".

00:10:21: Und was bedeutet Hochbegabung für dich?

00:10:23: Für mich ist Hochbegarbungen erst mal ein besonderes kognitives Potential das bei vorhandener Motivation also etwas was in der Person liegt und angemessenen Förderbedingungen, also etwas was in Gesellschaft liegt sich in hoher Begabung zeigen kann.

00:10:40: Ganz wichtig es ist ein Potenzial!

00:10:42: Und nur wenn diese beiden Möglichkeiten der Eigenmotivation und das Angenommenseins in Gesellschaft an einer Bildungsstation zusammenkommen dann hat das hochbegabte Kind überhaupt lässt die Chance dass aus diesem Potential aus dieser besonderen kognitiven Leistungsfähigkeit heraus eine Hochbegabung wird, die wir an den Ergebnissen ihrer Arbeit sehen können.

00:11:04: Wann ist man denn überhaupt hoch begabt?

00:11:07: Wir reden über Intelligenz, über etwas was als Konstrukt der Psychologie seit hundert Jahren R-Forged B-forged wird und was mit Testdiagnosenverfahren sehr gut erfassbar und valide feststellbar ist.

00:11:21: Darüber hinaus gibt es natürlich noch ganz viele sozusagen Alltagsindikatoren um festzustellen wenn zum Beispiel Kinder und Jugendliche hochbegabt sind oder hochbegaubt sein können.

00:11:34: Vor allen Dingen lässt sich das feststellen an altersuneingemessenen spezifischen Interessen, dem Wunsch diesen Interessen besonders tief nachzugehen einem sehr entwickelten Sprachvermögen, einem hohen Interesse zB an Mathematik also alle Fähigkeiten die sozusagen in komplexen Systemen liegen und mit der Adaptierung von komplexer System zu tun haben lesen, rechnen, sprechen, schreiben.

00:12:01: Das sind alles Dinge die die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen fördern und wenn ein vierjähriger schon ziemlich gut Deutsch kann aber sich selbstständig Englisch beibringen möchte dann ist das ein guter Indikator dafür dass er über einen herausragendes kognitives Potenzial verfügt Merkfähigkeit Arbeitsgedächtnis ganz viele Indikatoren an denen wir feststellen können dass es hier eine Entwicklungsschnelle, ein altersunangemessenes kognitives Potenzial gibt.

00:12:29: Viele Hochbegabte Kinder und Jugendliche beschreiben das sie anders denken intensiver wahrnehmen oder schneller verstehen und dass dies nicht immer positiv aufgenommen wird.

00:12:40: Was sagt das über unseren Umgang mit Vielfalt aus?

00:12:42: Und was brauchen Hochbegaute damit ihr Denken als Stärke erlebt werden kann?

00:12:47: Es sind Menschen die mehr können als sie sollen, mehr wollen als sie müssen Und damit sind sie anders als siebzig Prozent der übrigen Bevölkerung.

00:12:56: Hochbegabte Kinder sind eben erheblich intelligenter und das fällt auf, wird bei den anderen siebzich Prozent vermerkt eckt vielleicht auch manchmal an.

00:13:07: Das Bildungssystem ist etwa auf altersgemäße mittlere Normen hin organisiert was ein Kind mit sechs, neun, vierzehn Jahren im Durchschnitt können müsste.

00:13:18: Kinder die weniger können stören den Betrieb Und aber auch Kinder, die mehr können wollen, stören den Betrieb.

00:13:24: Dabei decken die Kinder, sie eigentlich über den mittleren intellektuellen Standard nicht verfügen – eigentlich nur die Unfähigkeit eines Bildungssystems auf oder eben einer Gesellschaft mit Unterschieden in den Voraussetzungen und Möglichkeiten an sich umzugehen.

00:13:41: Alle sind begabt und zu vielem fähig, aber nur wenige sind eben hochbegabt.

00:13:46: Und zu allemfähig das tut weh!

00:13:48: vor allem denjenigen, die sich durch Menschen, die mehr wissen, mehr können mit ihrem Kopf herausgefordert und provoziert fühlen.

00:13:56: Und das wird manchmal ignoriert im schlimmsten Fall sogar zurückgewiesen und negiert.

00:14:02: Hochbegabung hohe Intelligenz ist aber eigentlich als kognitives Potential eine ziemlich gute Voraussetzung für gute hohe Bildungsabschlüsse, gute Einkommensstarke oder eben nur eine erfüllte berufliche Entfaltung – manchmal auch nur ein gelingendes Leben!

00:14:17: Also eigentlich ein ziemlich guter Schatz für eine positive Lebensprognose, der allerdings gehoben werden muss vom hochbegabten Menschen selbst und von der Gesellschaft die ihn auch eigentlich gut gebrauchen kann.

00:14:28: Hochbegabe führt nicht automatisch zu einem Vorteil in der schulischen Laufbahn oder im beruflichen Werdegang.

00:14:34: Warum ist es wichtig?

00:14:36: Nicht nur über besondere Leistungen zu sprechen sondern vor allem über eine Förderung, die den individuellen Bedürfnissen entspricht.

00:14:43: Hochbergabung ist immer das Potenzial!

00:14:45: zu besonderer Leistung.

00:14:46: Es ist noch nicht die Leistung selbst, das ist erst mal ganz wichtig und damit werden wir unmittelbar darauf verwiesen was wir als hochbegabter Mensch können müssen oder was die Umwelt Familie Schule Piers bereitstellen müssen damit diese Hochbegabe erkannt und angemessen gefördert wird.

00:15:05: Das wesentliche was Hochbegarbte brauchen ist das Wissen um Hoch Begabungen.

00:15:09: also man muss erstmal dieses Merkmal dieses Persönlichkeitsmerkmal erkennen können.

00:15:15: Sonst irritiert es und man braucht ein Verständnis für dieses Persönlichkeitsmerkmal, weil das drei bei letzten Endes der Biografie des hochbegabten Menschen ist und das Bildungssystem muss dieses Merkmal zulassen.

00:15:29: Es muss anerkannt und ausgelebt werden können.

00:15:32: dann ist es sein Bildungs System dass auch Hochbegabe da angemessen fördert.

00:15:36: was sie brauchen ist Resonanz von ihrer Umwelt und die Erfahrung von Resonance in dieser Umwelt

00:15:43: eine Förderung, die ihren Bedürfnissen entspricht in den unterschiedlichsten Bildungsstationen.

00:15:50: Mehr zu dürfen, schneller sein zu können, tiefer nachbohren zu können – all'die Dinge, die wir im Pädagogenjagon mit Enrichment-Anreicherungen umschreiben, muss man zulassen!

00:16:02: Welche Rolle spielen frühe Bildung-, Schule und Beratung dabei Potenziale zu erkennen und zu fördern?

00:16:08: Erstmal ist für alle Menschen dieses Lebenszeitfenster Kindheit und Jugend Ganz, ganz wichtig.

00:16:14: In diesen Lebenszeitfenster werden Grundlagen für ein gelingendes oder eben für einen herausforderndes schwierigeres Leben gelegt und das gilt für alle Menschen.

00:16:24: Insofern kommen Kita- und Schule als Bildungsstation eine wesentliche Bedeutung zu und es ist auch im Falle von hochbegabten Kindern und Jugendlichen so die ja genauso wie alle anderen Kinder das Bedürfnis nach Bildung haben vielleicht aber auch in der Pflicht stehen in Schule gehen zu müssen.

00:16:43: Es gibt gar keine Alternative auch für hochbegabte Kinder und Jugendliche zur Schule.

00:16:47: Und deshalb muss diese Schule so geeignet sein, dass sie alle Kinder- und Jugendlichen in ihrem Bildungsbedürfnis und ihren Entwicklungszielen angemessen unterstützt und fördert.

00:16:57: Das schließt die Verpflichtung ein das auch im Falle von Hoch begabten Kindern oder Jugendlichen zu tun.

00:17:02: Kita ist der Raum der frühen Bildung.

00:17:04: ganz entscheidende Voraussetzungen für eine gelingende auch gerade Bildungsbiografie werden in diesem Lebensalter gelegt.

00:17:11: Kita ist kein Ort, an dem verwahrt aufbewahrt und betreut.

00:17:17: Sondern Kita ist ein Bildungsort, an den Lebensalter gemäß Bildungserfahrungen ermöglicht und Bildungsstationen erreicht werden müssen.

00:17:27: Am hochbegabten Kind kann man das besonders anschaulich machen.

00:17:30: Da kommt ein Vierjähriger in eine Kindertagesstätte der bereits lesen kann nicht weil dass der Überambition seine Eltern geschuldet ist sondern weil er sich das selbst beigebracht hat.

00:17:42: diesem Kind muss sich natürlich die selbständige Leser-Erfahrung und die Auswertungen auch seiner Leseerlebnisse in der Kindertagesstätte ermöglichen.

00:17:50: Der will nicht vorgelesen bekommen, und er will auf keinen Fall gesagt bekommen Bücher das ist jetzt noch nicht dran für dich, weil du Buchstaben noch nicht kennen kannst.

00:17:59: An diesem Beispiel kann man sehr schön anschaulich machen dass es ein Entwicklungsbedürfnis, ein menschliches Bedürfniss dieses Kindes seine eigenen intellektuellen Bedürfnisse ausleben zu können und eben selbstständig lesen zu können.

00:18:14: Und das muss in Kindertagesstätte vorkommen, in einem inklusiven Setting.

00:18:18: alle Kinder sind unterschiedlich eingefügt, eingeordnet und ermöglicht werden.

00:18:24: Und letzten Endes ist es in Schule vergleichbar weil es auch in Schule darum geht zumal in Grundschule aber auch in der Sekundarschule diesem individuellen Entwicklungsbedürfnis des einzelnen Kindes, aber eben auch das hochbegabten Kindes gerecht zu werden.

00:18:40: Und passgenau zu den Entwicklungs bedürfenissen dem Leistungsstand dass das Kind erreicht hat und den Möglichkeiten die es in sich trägt und anstrebt individuelle Entwicklung zum möglichen.

00:18:52: Individualisierung ist das Zauberwort das eigentlich sowohl für Kita vor allen Dingen aber für Schule bedeutsam ist.

00:18:59: Es geht nicht um altersgemäße mittlere Normen und das Lernen im Takt, sondern es gibt ihm das einzelne Kind.

00:19:06: Und was es in seiner persönlichen Lebenssituation lernen möchte?

00:19:10: Und was ist natürlich für ein gelingendes Leben in seinem spezifischen Fall auch braucht?

00:19:17: Bildungsgerechtigkeit oder auch Chancengleichheit bedeutet dass alle Menschen unabhängig von Herkunft, sozialem Status finanziellen Möglichkeiten geschlecht oder anderen Faktoren die gleichen Chancen auf hochwertige Bildung und persönliche Entwicklung haben.

00:19:32: Dabei geht es um faire, individuelle Förderangebote und nicht um schematische Gleichstellung.

00:19:38: Was bedeutet Bildungsgerechtigkeit für dich ganz praktisch im Alltag von Kindern und Jugendlichen?

00:19:44: Ich habe beschrieben wo ich herkomme und dass Bildung einerseits und Bildungsgerechtigkeit für mich untrennbar miteinander verwoben ist weil Bildung immer der entscheidende Weg ist ein gelingendes Leben zu führen und weil gleicher Zugang zu guter Bildung eine wesentliche Voraussetzung dafür ist dass der Einzelne seine Möglichkeiten ausschöpft und letzten Endes auch eine Gesellschaft vorankommt.

00:20:07: Also ein ungerechtes Bildungssystem ist per se nicht denkbar.

00:20:11: Versuchen wir es nochmal konkret, Bildung ist ein Menschen-und Grundrecht.

00:20:15: Jedes Kind jeder junge Mensch hat einen Recht auf eine seiner Anlagen seinen Begabungen entsprechende Bildung also gute qualitätvolle Förderung in Kita und Schule.

00:20:26: tatsächlich wenn man auf das deutsche Bildungs System guckt sind wir ziemlich weit davon entfernt.

00:20:33: Die Gruppe der Abgehängten, ich verwende diesen erklärungsbedürftigen Begriff wird immer größer Kinder und Jugendliche die Mindeststandards nicht erreichen nach absolvieren der vierte Klasse oder auch der neunten Klasse.

00:20:48: Die gruppe steht auf twenty-fünf Prozent.

00:20:50: das ist ein ziemlich gravierender Befund der eigentlich alle Bildungsstiftungen, Bildungspraxis, Bildungswissenschaft, Bildrungspolitik wirklich umtreibt.

00:21:00: Demgegenüber wird aber auch die Gruppe, die die sogenannten Optimalstandards erreicht immer kleiner.

00:21:07: Sie ist in den letzten zehn Jahren um twenty-fünf Prozent geschrumpft.

00:21:11: ganz unten wieder sehr schematisch gesprochen und ganz oben scheint offenbar ziemlich viel im Augenblick nicht zu funktionieren.

00:21:20: Auch Hochbegabte haben wie alle Kinder und Jugendlichen ein Recht auf Bildung Und dieser Rechtsanspruch muss in Kita und Schule verwirklicht werden können.

00:21:28: Und in dieser Situation sind wir, das zeigt die Erfahrung der Karg-Stiftung lange noch nicht.

00:21:34: Die strukturelle Benachteiligung ganzer Gruppenwächs stetig Mädchen wie jungen Migrationshintergrund schwache soziale Bildungsferne prekäre Milieus eben ganz viele Dimensionen von Ungerechtigkeit verweisen auf die mangelnde Qualität des Bildungssystem oder ein strukturell ungerechtes Bildungs System und das gilt natürlich auch für das Hochbegabtekind.

00:21:56: Und in der hochbegabten Förderung selbst sind dann auch noch die von mir beschriebenen, marginalisierten Gruppen, Kinder und Jugendliche mit sozialen Barrieren, Migrationshintergrund aber auch mit einem spezifischen Geschlecht unterrepräsentiert.

00:22:11: Das heißt, auch in der begabtenförderung gibt es eigentlich ein

00:22:15: Gerechtigkeitsproblem.".

00:22:17: Wie hängen Hochbergabungen und Bildungsgerechtigkeit aus deiner Sicht zusammen?

00:22:21: Und warum ist das Recht auf Bildung so wichtiger Rahmen dafür?

00:22:24: Wir sprechen an der Stelle nicht über etwas, was verhandelbar ist sondern über ein Menschen- und Grundrecht.

00:22:30: So steht es in fast allen deutschen Bildungsgesetzgebungen drin.

00:22:35: so hat es auch jüngst das Bundesverfassungsgericht in seinem sogenannten Corona Urteil zur Schließung der Schulen formuliert also etwas was dieser Gesellschaft zumal einer demokratischen Gesellschaft selbstverständlich sein müsste dass ihr ein leistungsfähiges Bildungssystem braucht dass alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen angemessen fördert, aber eben auch das hochbegabte Kind.

00:22:57: Es gibt nun ganz viele andere Begründungsstrategien für die Förderung von hoher Begabtung – der ökonomische Effekt, der mit der Förderungen begabterverbunden ist, die Nobelpreisträgerstatistik, der Wettlauf, der Kampf der Systeme, alles Begrün- dungsnarrative, Begründungsformeln, die sozusagen im Zusammenhang die wir als Karg-Stiftung nicht ablehnen, hin und wieder auch aus opportunen Gründen plausibel finden.

00:23:30: Aber das Zentrale ist eigentlich, dass es ein fundamentaler Rechtsanspruch ist.

00:23:35: Die Karg-Stiftung arbeitet eng mit anderen Stiftungen und Partnern zusammen.

00:23:38: Warum sind starke Netzwerke so entscheidend wenn wir Begabungsförderung systematisch verankern wollen?

00:23:45: Aus der Erfahrung des Menschseins heraus würde ich sagen we should never walk alone!

00:23:50: Die Themen, die sich auch der Karg-Stiftung stellen sind mit den eigenen Kräften nicht alleine zu stemmen.

00:23:57: Allianzen, Partnerschaften sind in jeder Lebenslage auch unter Situation der Karg-Stiftung eine ziemlich gute Idee um ein so großes Thema zum Beispiel wie die Transformation des Bildungssystems oder auch nur die Weiterentwicklung des Bildlungssystemes im Umgang mit dem hochbegabten Kind anzugehen.

00:24:16: Stiftungen leben eigentlich von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen.

00:24:20: Sie arbeiten in Bedingungen und im Bildungs System die für sie selbst unverfügbar sind.

00:24:25: Das Bildungssystem quasi Hoheitsaufgabe des Staates wird zunächst mal von der Bildungspolitik verantwortet, es wird wissenschaftlich orientiert beraten und beforscht und durch Bildungspraxis Menschen, die diesen Beruf einer Erzieherin eines Erziehers eine Lehrkraft oder einer diagnostischen Fachkraft in Schulpsychologie- oder Erziehungsberatungen gelernt haben.

00:24:50: Das heißt, wenn wir als Karg-Stiftung Begabtenförderungen ins Bildungssystem bringen müssen dann ist es quasi ein Lebensgebot für uns als gemeinnützige Stiftung mit denen zu interagieren die das Bildungs-System verantworten.

00:25:03: Die im Bildungs System Verantwortung tragen.

00:25:05: Es tun nämlich nicht wie als Karg-Stiftung selbst.

00:25:08: Wir kommen von außen und können Angebote Beiträge formulieren, die andere den letzten Endes umsetzen müssen.

00:25:15: Andere meint die Bildungspolitik

00:25:18: Andere meint zum Beispiel im konkreten Sinn die Bildungspolitik.

00:25:22: Deshalb ist die Arbeit einer gemeinnützigen Bildungsstiftung eigentlich ganz viel im besten Sinne von Kontakt, Vernetzungsarbeit, Austausch, Abstimmung, Interaktion geprägt Wenn wir das Bildungssystem verändern wollen muss uns auch klar sein dass es ein Multistakeholder-System ist, in dem man – wenn man erfolgreich sein will – Kohärenz der unterschiedlichen Akteusebenen herstellen und sicherstellen muss.

00:25:49: Und das ist eben auch im Falle der Begabtenförderung nicht anders!

00:25:53: Wenn ich eine Schule verändern will, muss ich sozusagen die Rahmenbedingungen unter denen Schule arbeitet, die unterschiedlichen Aktionen, die verschiedenen Personen oder Institutionen, Unser Thema ist ziemlich groß, größer als jedenfalls die Kräfte der Karg-Stiftung alleine ausreichen.

00:26:15: Unser Anspruch ist das deutsche Bildungssystem Interesse des hochbegabten Kindes zu gestalten.

00:26:21: Weshalb auch Menschen, die sich einfach nur wie wir für das Hoch begabte Kind engagieren wollen in der Karg-Stiftung immer einen guten Ort für ihr Engagement finden.

00:26:32: Welche Bedingungen brauchen Schulen und Familien?

00:26:35: um hochbegabte Kinder nicht nur intellektuell herauszufordern, sondern auch emotional und sozial so zu begleiten, dass ihre potenzielle Sichtbar werden können.

00:26:45: Zunächst mal glaube ich es für alle die im Bildungssystem arbeiten ganz wichtig das wir einen ganzheitlichen Blick auf Menschen haben der Hochbegabe.

00:26:54: Mensch ist nie nur hochbegalbt er ist mensch an sich und bearbeitet in der Auseinandersetzung mit seiner Hochbergabung auch alle anderen Bildungsaufgaben.

00:27:04: Das ist so wichtig, weil Angebote in der Begabtenförderung zunächst mal hochbegabte Menschen mit anspruchsvollen Aufgaben konfrontieren die sie in ansprungsvollen Settings auch lösen können wollen.

00:27:17: Aber Sie wollen als ganze Menschen wahrgenommen und angenommen werden.

00:27:21: Hochbegabe wird oft auf die Performance also das Ergebnis hin reduziert oder gar eine spezifische Domäne.

00:27:28: wir denken dich Mal im Mint oder wir konfrontieren dich mal mit alten Sprachen.

00:27:34: Die Domäne ist wichtig und dass der Hochbegabte herausfindet, wer er ist und seine Potenziale ausschöpfen kann.

00:27:42: aber sie isst nie selbst Zweck!

00:27:44: Und die Maßnahmen- und Aktivitäten der Hochbergabtenförderung gerade Wettbewerber oder Akademien sind oft darauf abgestellt zeig mal was du kannst dann bewerten wir das.

00:27:55: Diese Anerkennung und Bewertungen ist nicht unbedeutend.

00:27:58: Das Ergebnis ist nicht unbedingt, aber es ist immer nur Mittel zum Zweck.

00:28:02: also die Bedingung ist zunächst mal auch für Hochbegabte, für die begabten Förderung dass sie pädagogisch klug induziert und reflektiert handeln.

00:28:13: hochbegabenförderung ist immer gute bestmögliche bildung an sich maximale individuelle förderung unter den bedingungen und Rahmenbedingungen die bildungshandel eben möglich macht.

00:28:25: Was wäre deiner Ansicht nach ein guter erster Schritt, den eine Schulleitung machen könnte wenn sie sich dem Thema widmen möchte?

00:28:33: Alle Kinder und Jugendlichen sind unterschiedlich und vielfältig.

00:28:38: Das ist eine ganz wesentliche Voraussetzung mit der ich auf die Welt und damit auch auf Bildung einen Bildungsangebot gucke.

00:28:47: das heißt dieser Vielfalt und den damit verbundenen unterschiedlichen Merkmalen muss ich mich unbedingt verpflichten Und eine dieser Vielfalt-Dimensionen ist dann eben auch nur Hochbegabung.

00:29:00: Damit wird klar, dass es mein Erfordernis als Kita oder als Schule ist mich auf die maximalen Bedürfnisse, die maximale Vielfaltung der Bildungsanliegen, Interessen aber eben auch Voraussetzungen und Möglichkeiten wo kann es hingehen einstellen muss?

00:29:17: Das ist besonders wichtig wenn dem einzelnen Menschen individuelle Barrieren zum Beispiel eine Erkrankung oder eben auch eine kulturelle oder soziale Barriere entgegenstehen.

00:29:29: Eine der Vielfalt-Dimensionen ist Hochbegabung und damit ich sie erkennen kann, muss sich zunächst mal um sie wissen.

00:29:36: Und an diesem Wissen fehlt es häufig gar nicht so sehr aus Mutwillen sondern weil das in der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen erziehern und erziehern einfach nicht vorgekommen ist.

00:29:49: Und dann wenn ich um dieses Phänomen Hochbergabungen weiß muss sich in der Lage sein, in einer Kita und Schule oder Ansehung maximaler Vielfalt aber eben auch unter Berücksichtigungen der Bildungsbedürfnisse hochbegabter Angebote angemessen gestalten.

00:30:04: Das heißt ich muss die individuellen und spezifischen Bildungs Bedürfnissen auch das Hoch begabten Kindes seine Entwicklungsvoraussetzungen und seine Ideen seinen Weg zum Lernen und leisten wollen berücksichtigen.

00:30:16: Und es geht genauso Für Schule.

00:30:18: Es gibt keine altersgemäßen mittleren Normen, nach denen sich das Kind zu orientieren hat nur individuelle Bezugspunkte des einzelnen Kindes an denen sich Kinder-Tagesstätten und Schulen orientieren müssen um dem einzelnen kind gerecht zu werden.

00:30:35: Denn genau das ist deren Aufgabe.

00:30:38: viel können dass auch gut so.

00:30:40: den Expertisen der Karg-Stiftung Gehören.

00:30:43: ganz viele Kindertage städten gehören ganz Viele schulen die es schaffen Das hochbegabte Kind oder kognitiv-entwicklungsschnelle Kinder, wenn wir vom frühen Lebensalter sprechen in den Bildungsalltag zu integrieren.

00:30:56: Indem sie um das Persönlichkeitsmerkmal Hochbegabeung wissen und es angemessen im Förderalltag oder im schulischen Unterricht berücksichtigen.

00:31:05: Wo siehst du aktuell den größten Handlungsbedarf in der Begabungs- und begabten Förderung?

00:31:10: Es ist schon was erreicht!

00:31:11: Und wir dürfen als Karg-Stiftung auch ein wenig stolz darauf sein dass wir daran mitwirken konnten dass das hochbegabte Kind zur Kenntnis genommen wird und das hoch begabte Kinder- und Jugendliche im Bildungssystem gefördert werden können.

00:31:26: Hochbegabe ist anders als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren kein Tabu mehr, man kann darüber reden ohne niedergebrüllt oder manchmal mutwillig missverstanden zu werden.

00:31:37: Schon mal

00:31:38: ein wichtiger Schritt!

00:31:39: Das ist ein wichtiger schritt und ich mache diese Aufgabe fast zwanzich Jahre.

00:31:43: Ich kann an der eigenen Biografie Und an der Resonanz, die das Thema im öffentlichen aber auch im politischen, wissenschaftlichen und medialen, aber auch in bildungspraktischem Diskurs findet kann ich das sehr gut nachvollziehen.

00:31:56: Es gibt auch tatsächlich anders als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren heute Feldexpertise Angebote Strukturen im Sinne von Piloten Die wissen was ein hochbegabtes Kind ist und wie es geht.

00:32:10: Aber bei den Piloten dürfen wir natürlich nicht stehen bleiben.

00:32:13: Die Begabtenführung muss als durchgängig, konsekutiv und allumfassend im gesamten Bildungssystem hinterlegt sein.

00:32:21: Denn es darf natürlich nicht dem Zufall des naheliegenden Angebots überlassen werden ob ein hochbegabtes Kind gefunden oder gefördert werden kann.

00:32:30: Oder konkret wenn es denn gefunden ist, kann es niemandem zugemutet werden in einen Internat gepackt oder hunderte von Kilometern von seinem Wohnort aus beschult und betreut zu werden.

00:32:43: gerade die Lehrkräfte an, die das in ihrer Ausbildung eben noch nicht gelernt haben.

00:32:50: Sich mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen.

00:32:53: Es wäre doch wunderbar wenn angehende Lehrkräften das in Ihrer Lehrerausbildung ebenfalls erfahren würden?

00:33:00: Ja klar Mirko, das ist richtig!

00:33:02: Wir wissen auch aus Bildungswissenschaften und Bildungspraxis dass die entscheidende Voraussetzung der wichtigste Stellhebelung für Veränderungen, für Qualität im Bildungssystem Qualifikation der Menschen ist, die im Bildungssystem arbeiten.

00:33:17: Auf dieser Grundlage sind sie in der Lage, Bildungsangebote angemessen, qualitätvoll wirksam gerecht zu gestalten und das gilt natürlich ebenso auch für das Thema Hochbegabung.

00:33:28: Das ist einer der Gründe weshalb sich die Karg-Stiftung ganz viel mit kluger guter praxisrelevanter Informationen aber vor allen Dingen auch mit guter Praxise relevanter wirksamer Qualifikations im Thema Hochbegabung beschäftigt.

00:33:44: Weil wir natürlich über die Verantwortung für Ausbildungen, vor allen Dingen aber beim Falle der Karg-Stiftung, für Fort- und Weiterbildung einen Schlüssel haben – nicht nur die Bildungswirklichkeit des einzelnen Kindes zu bearbeiten und zu verändern sondern wenn es gut gelingt eine einzelne Einrichtung oder eine Struktur von Einrichtungen oder vielleicht sogar, wenn ich ins Jahr zwei Tausendundfünfzig gucke ein gesamtes Bildungssystem fit für das Thema Hochbegabung fit für die Begabtenförderung machen.

00:34:16: Und es kommt noch ein wesentlicher Punkt dazu, hochbegabe und begabten Förderungen müssen gerade auch an die Orte, an denen man Hochbegarbung nicht vermutet, an den sie sonst keiner sucht Kindertagesstätten und Schulen, die einen hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen haben aus schwierigen Lebensbedingungen, aus schwierigeren familiären Umfeldern, die zu sogenannten Risikogruppen gehören kommen Also Orte mit einem hohen sozialen Präkariat, mit dem hohen Migrationsanteil und vor allen Dingen eben auch an nicht-gymnasiale Schulform.

00:34:51: Für die Karg-Stiftung ist das total selbstverständlich.

00:34:54: Der Stifter und die Stifterinnen haben mit der Begründung einer Kindertagesstätte und einer Grundschule begonnen.

00:34:59: Wir kommen gar nicht als Karg-Stiftung von den klassischen Orten der begabten Förderung dem Gymnasium als Schule der Begabte sondern in Anerkennens.

00:35:08: worum geht es?

00:35:09: Menschen und Bürgerrecht Konsekutiver Durchgang.

00:35:13: durch das Bildungssystem ist es natürlich besonders wichtig, früh zu beginnen in Kindertagesstätte und Grundschule.

00:35:20: Und vor allen Dingen an Orte zu gehen, an denen man das Hochbegabte-Kind nicht vermutet.

00:35:27: Denn wenn die Prämisse der Bildungswissenschaft stimmt – zwei Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind hoch begabt -, dann müssen wir uns eigentlich die Frage stellen warum wir sie nicht an allen Orten finden sollen.

00:35:39: In deiner Arbeit mit Schulen, die bisher noch nicht mit dem Thema Begabungsförderung in Kontakt getreten sind auf Widerstände.

00:35:48: Das kommt natürlich total häufig vor.

00:35:50: einer der Widerstande den die Karg-Stiftung ganz häufig entgegentreten muss, der aber oft auch am Anfang dann eine langen gelingenden Beziehungskiste steht ist Hochbegabungen.

00:36:04: sollen wir das auch noch machen?

00:36:06: Das passt hier nicht her, weil Hochbegabte haben wir nicht.

00:36:10: Oder für die Hochbeгabten haben wir hier gar keine Zeit.

00:36:13: Wir haben so viele andere Probleme dass wir vielleicht anerkennen das es ein hoch begabtes Kind gibt und dass wir uns darum auch noch kümmern müssten.

00:36:21: aber im Alltag hat das ja keine Chance auf Verwirklichung.

00:36:26: Das ist ein Widerstand eine Barriere mit der die Karg-Stiftung ganz häufig zu Beginn konfrontiert wird.

00:36:33: Wir nehmen das erst mal dann sehr sportlich an, sagen das nicht.

00:36:37: Aber denken nachschauen wir mal ob das so bleibt?

00:36:40: Weil in der Tat ist es immer unser Ziel als Karg-Stiftung in dieser Bildungsreinrichtung über die Auseinandersetzung mit pädagogischem Handlungsalltag und der Potenzialorientierung etwas was jeder Pädagoge kann ganz gleichgültig ob ich über hoch begabte oder minderbegabte rede was immer das sein mag kommen wir mit der Einrichtung und den Menschen, die da handeln ins Gespräch.

00:37:04: Und dann merken sie plötzlich, dass die in ihrem Container Hochbegabungen etwas anzubieten haben, wofür Sie eigentlich eine tiefe Sehnsucht haben?

00:37:12: Nämlich auf Begablungen von Kindern aufmerksam zu werden und über diese Begabe einen Beitrag für deren gelingende Bildungsbiografie zu leisten.

00:37:22: Kinder- und Jugendliche müssen rechnen lesen schreiben lernen das ist vollkommen klar.

00:37:28: jeder Mensch der ein deutsches Bildungsangebot durchläuft, muss mit einem passablen Standard dieser Grundfertigkeiten versehen werden.

00:37:37: Aber Bildung funktioniert immer dann wenn wir herausfinden was diesen Menschen spezifisch interessiert und wofür er spezific brennt wo spezifik seine Potenziale liegen und wenn wir ihn auf diese individuelle Begabungen ansprechen dann läuft das.

00:37:56: Dann performt der Und das weiß jeder Pädagoge, jede Pädagogin und deshalb geht es manchmal in unsere Arbeit zunächst gar nicht um Hochbegabung sondern nur im allgemeinen Sinn um gutes pädagogisches Handeln.

00:38:11: Das hilft dann auch den hoch begabten jungen Menschen in dieser Schule am Allermeisten.

00:38:17: aber so können wir immer barrieren oder vorbehalten gegenüber dem Thema Hochbergabung oder der Begabtenförderung als Zusatzaufgabe als Add-on in Schule entgegnen und letzten Endes ein gelingendes Projekt zur Entwicklung dieser Schule, in guten pädagogischen Handeln, in qualitätvoller pädagogischer Arbeit eben in begabten Förderungen erreichen.

00:38:40: Zum Abschluss unserer ersten Podcastfolge!

00:38:45: Wenn du einen Wunsch frei hättest was müsste sich im Bildungssystem sofort ändern?

00:38:49: Welche Visionen hast Du für die Begabungsförderung in Deutschland in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

00:38:55: Ich habe mal für einen großen deutschen Politiker gearbeitet.

00:38:57: Das ist schon länger her, der hat gesagt wer Visionen hat, der gehört zum Arzt und nicht in Verantwortung.

00:39:03: Er selbst hat das nicht so ernst genommen.

00:39:05: ich glaube eher dass man Visionen braucht um den Blick nach vorne zu richten unter allen Fairnessen des Alltags, der Herausforderungen der Schwierigkeiten die Zeiten sind gerade nicht ganz einfach den Blicken die Zukunft nach vorne und auf ein positives Leitbild auszurichten.

00:39:25: Auch wenn wir wissen, dass wir möglicherweise dieses Ideal nicht vollständig erreichen werden ist es wichtig solche zu haben.

00:39:32: Und ich als Vorstand der Karg-Stiftung aber eben auch die Karg-Stiftung selbst und alle Kolleginnen und Kollegen die dort arbeiten habe eine Vision.

00:39:41: Es ist ein Bildungssystem in dem der einzelne junge Mensch und seine Möglichkeiten im Mittelpunkt allen Bildungshandeln stehen.

00:39:52: stattdessen passen wir aber den einzelnen jungen Menschen, dem System seinen Normen und Routinen an.

00:39:59: Bildung ist in Deutschland eine Ordnungsaufgabe.

00:40:02: Wir denken von altersgemäßen mittleren Normen was Kinder- und Jugendliche können müssen und versuchen sie auf dieses Ordnungssystem und diesen Normen hin an und einzupassen wenn es passabel läuft Sie auf diese Norm hin zu entwickeln.

00:40:19: Wenn wir auch die wirklich erfolgreichen Bildungssysteme Auch im internationalen Vergleich gucken und es gibt tatsächlich einiger, dann sind das Bildungssysteme die das Kind mit seinen Begabungen unbedingt in den Mittelpunkt allen Bildungshandeln stellen.

00:40:36: Wenn ich in Deutschland fragen würde Bildungspolitik, Bildungswissenschaft und Bildungspraxis Dann würden wir ganz viele bestätigen Ja ja Das muss so sein, das soll so sein Und das machen wir doch jeden Tag.

00:40:48: Aber konkret gibt es ganz viele gute Praxis in Deutschland, in der das einzelne Kind und seinen Bildungsbedürfnissen im Mittelpunkt gestellt wird.

00:40:57: Aber für das ganze Bildungssystem gedacht bleiben das Piloten, bleiben das Inseln des Gelingens, bleiben dass Orte an denen Dinge mehr oder weniger zufällig mal gut laufen.

00:41:10: Es braucht ein Bildungssystem, das insgesamt vom Menschen und dessen Bildungs Bedürfnisse ausdenkt.

00:41:16: Es geht darum wirklich Ressourcen Steuerung, Gesetze aber auch pädagogik im praktischen Alltag vollständig an den Bildungsbedürfnissen des einzelnen Kindes und seinen Begabungen auszurichten.

00:41:29: Erst dann wird das Menschenrecht eigentlich auf Bildung und die allseitige Entfaltung aller Talente für das hochbekappte Kind eingelöst werden können.

00:41:38: Ich bin noch jung genug um vielleicht einen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels leisten zu können.

00:41:45: Um vielleicht gerade auch in den nächsten Jahren Ein Bildungssystem zu erleben, als Karg-Stiftung mitgestalten zu können.

00:41:52: Dass das Kind und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt ein Stück weit zubewegt Und dass Begabungen anerkennt und Begabungen fördert.

00:42:01: Vielen Dank Ingmar für das Gespräch!

00:42:02: Für die klaren Einordnungen rund um Hochbegabung Förderung und des Recht auf Bildung.

00:42:07: Danke Mirko.

00:42:08: Ich habe heute aus dem Gespräch mitgenommen, dass Hochbegebung nicht nur eine Frage von besonderen Fähigkeiten ist Sondern immer auch eine Frage guter Fördering Und davon, wie ernst wir das Recht auf Bildung nehmen.

00:42:20: Liebe Hörerinnen!

00:42:22: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:42:23: Empfehlen Sie unseren Podcast gerne weiter und wenn sie Fragen oder Anmerkungen haben, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an podcastatcarc-,stiftung.de.

00:42:33: Bis zum nächsten Mal bei Carg

00:42:37: Perspektiven.

00:42:45: Eine Produktion von Pool Artists.

00:42:48: Mehr zur

00:42:48: Arbeit der Kargstiftung findet ihr auf karg-stiftungen.de.

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